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Azubi Messe in Bad Bocklet

Das Seniorenheim Rhönblick bieten jungen Leuten eine Ausbildungsmöglichkeit mit Zukunft – und das vor Ort. Deshalb waren wir sehr dankbar, am letzten Januar-Wochenende mit einem Team auf der Azubi-Messe in Bad Bocklet vertreten zu sein. Dort konnten sich Jugendliche über die Ausbildung in unseren Seniorenheimen informieren und einmal direkt mit Menschen ins Gespräch kommen, die bereits bei uns arbeiten.

Spaß und Information gehen Hand in Hand

Der Bad Bockleter Jugendverein und allen voran dessen Vorstände Marcel Dünisch (24), Raphael Langer (25) und Florian Grom (24), hatten die Azubi-Messe dieses Jahr zum ersten Mal organisiert. 30 Handwerksbetriebe und Unternehmen waren der Einladung gefolgt. Wir wollten uns ebenfalls die Chance nicht entgehen lassen, uns den Jugendlichen unserer Region vorzustellen. Diese konnten sich über Berufsaussichten in verschiedenen Bereichen, vom klassischen Handwerksberuf bis hin zum akademischen Beruf, informieren.

Da die Altenpflege ein immer stärker nachgefragter Berufszweig ist, indem Fachkräftemangel herrscht, ist es uns besonders wichtig, junge Menschen auf diese Karrierechance aufmerksam zu machen.

Unsere Kollegen sind die besten,
um anderen die Freude zu vermitteln,
die diese Tätigkeit jeden Tag mit sich bringt.

Persönliche Gespräche als Anreiz

Zu Hause am Computer kann sich mittlerweile jeder alle Informationen suchen, die er braucht. Der Vorteil einer Azubi-Messe besteht aber darin, dass sich die Jugendlichen direkt mit denjenigen unterhalten können, die bereits Berufserfahrung in der Altenpflege haben. Unser Team hatte sichtlich gute Laune und freute sich, für seinen Beruf zu werben.

Bei heißen Getränken und Süßem kamen wir ins Gespräch. Außerdem durften die Jugendlichen aktuellste Entwicklungen in der Pflege-Technologie bestaunen und selbst ausprobieren. Für die Teilnehmer an einem Quiz gab es außerdem Gutscheine von Partnern vor Ort zu gewinnen. Die strahlenden Sieger hatten sich ihre Preise verdient und nahmen mehr als eindrückliche Erinnerungen an diesen Messetag mit nach Hause.

Der Nachwuchs als Chance für die Pflege

Die Azubi-Messe in Bad Bocklet hat unseren Mitarbeitern großen Spaß gemacht und wir hoffen, einige junge Menschen davon überzeugt zu haben, wie wichtig der Pflege-Beruf für unsere Gesellschaft ist. Genauso wie am Messestand besteht er zwar aus vielen kleinen und großen Herausforderungen jeden Tag, er lebt aber von der Begegnung mit den Menschen. Wir sind dankbar für die vielen Begegnungen dieses Wochenendes und für die Organisation durch die Veranstalter. Wir hoffen, nächstes Jahr wieder dabei zu sein. Schließlich liegt die Zukunft unserer Branche in unserem Nachwuchs.

Musiker mit Herz – „Sternstunden“ für die Senioren im Rhönblick

Machtilshausen/Burkardroth: Weihnachten, das Fest der Liebe – gerade in dieser besinnlichen Zeit sind es oft Kleinigkeiten, mit denen wir anderen eine große Freude bereiten können. Noch leuchten die Lichter an den Fenstern und auch die Weihnachtsbäume stehen noch immer. Da machten sich die Musikanten aus Machtilshausen auf den Weg und fuhren am vergangenen Sonntagnachmittag zum Seniorenheim-Rhönblick nach Burkardroth.

Ein Wunsch geht in Erfüllung

Von den Bewohnern der Einrichtung wurden sie schon sehnsüchtig erwartet, denn die Musiker hatten sich angekündigt, für sie am Sonntagnachmittag Weihnachtslieder zu spielen.

Für eine der Bewohnerinnen aber, die bereits seit drei Jahren im Seniorenheim lebt und an den Rollstuhl gebunden ist, war es etwas ganz besonders.

Sie wünschte sich, ihre Tochter, eine der Machtilshäuser Musikanten, noch einmal beim Musizieren sehen zu können. Dieser Wunsch, der auch ihrer Tochter sehr am Herzen lag, ging an diesem Sonntagnachmittag in Erfüllung.

Erinnerungen werden wach

Im Seniorenheim wurden die Wohnbereiche der drei Wohngruppen kurzerhand zusammengefügt, so dass alle Bewohner gemeinsam teilnehmen konnten. Die ausgeteilten Liedtexte wurden von vielen der Senioren allerdings gar nicht gebraucht, denn die Erinnerungen an frühere Weihnachtsfeste wurden wach.

Das gemeinsame Singen von bekannten Advents- und Weihnachtsliedern mit Live-Musik ließ ihre Augen leuchten. Kräftig sangen die Senioren mit und so manche Stimme war zu hören, die früher ihren Einsatz auch im Chor fand.

„Mit Musik Freude bereiten, das ist das Schöne am Musizieren“, so einfach kann es sein, meinte Dirigent Paul Schmelz. Mit viel Applaus wurden die Musiker belohnt. Es war etwas Besonderes, hier Musik zu machen, Herzlichkeit lag in der Luft.

Besinnlich und heiter gestaltete sich der Nachmittag. Zwischen den weihnachtlichen Klängen gab Martin Schmelz, Vorsitzender des Musikvereins, allen ein paar Gedanken für´s neue Jahr mit auf den Weg wünschte allen Gesundheit und viel Glück.

Text: Elke Knüttel
Foto: Harald Höchemer

Pallium der Mantel

Die Firmenzweige unseres Familienunternehmens  betreuen die Ihr anvertrauten Menschen mit dem gesamten Spektrum der Dienstleistung Pflege. Diese Menschen begleiten wir oft bis ans Ende Ihres Lebens. Die Palliative Haltung in der Pflege und die Begleitung ist als einer der führenden Gedanken in unserm Leitbild formuliert.

Um diesen Gedanken Genüge zu tun, ist es selbstverständlich für uns, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Firmenverbundes näher an die wertvolle Art der Betreuung heranzuführen.

Ein Team Mitglied erhält
das Palliativ-Care Zertifikat

Am 9.11.2018 hat nun unsere erste Fachkraft, Frau Maria Gerling-Tillmann,
ihr Zertifikat für Palliativ-Care erhalten.

Frau Gerling-Tillmann konnte in ihrer einjährigen Weiterbildung an der Hospiz-Akademie Bamberg bereits vorhandenes Wissen für ein ganzheitliches Betreuungskonzept Schwerstkranker und sterbender Menschen in der letzten Lebensphase weiter vertiefen.  Hierbei ging es sowohl um Linderung körperlicher Beschwerden als auch um Unterstützung und Begleitung im sozialen, körperlichen, psychischen und spirituellen Erleben.

Unterstützend in schweren Zeiten

Frau Gerling-Tillmann wird, gemeinsam mit den Teams, den uns anvertrauen Menschen, Ihren Familien und Angehörigen in der schwierigen Zeit des Loslassens und Abschiednehmens professionell unterstützend und begleitend zur Seite stehen.
Im Mittelpunkt unseres Handelns wird hier bei immer der Mensch sein,
mit all seinen Wünschen und Bedürfnissen, auf seinem letzten Weg.

Wir freuen uns, dass durch diese zertifizierte Fachkraft eine Weiterentwicklung unserer Teams sowie des 24-Stunden-Rufbereitschaft-Teams erfolgen wird. Somit wird diese sehr wichtige Haltung der Palliativ-Care in unsere tägliche Pflege einfließen.

Darüber hinaus wird sie Ihr Wissen auch den Auszubildenden im Firmenbund weitergeben.

In Memoriam Wolfgang Back

Wir trauern um einen besonderen Menschen: Wolfgang Back war nicht nur langjähriger Bürgermeister von Bad Bocklet, sondern auch ein echter Förderer seiner Gemeinde. Seit seiner ersten Wahl 2002 wurde er zweimal im Amt bestätigt und war sechszehn Jahre lang im ständigen Einsatz für Bad Bocklet. Er wurde von allen sehr geschätzt, vor allem für seine unbürokratischen Lösungen, die für einen Politiker ungewöhnlich schienen. Sein persönlichen Engagement und seiner Konzeptentwicklung ist es zu verdanken, dass das Gesundheitszentrum im Kleinfeldlein realisiert werden konnte. Neben einer großen Arztpraxis konnten sich Patienten dort über eine neue Physiopraxis und eine Logopädie freuen. Auch die Versorgung der älteren Mitmenschen lag Wolfgang Back am Herzen: Mit der Umsetzung des Seniorenheims, der Tagespflege sowie einer Wohngemeinschaft für Intensivpflege wurden neue Wege beschritten.

Viel zu früh von uns gegangen

Wer Wolfang Back privat kennenlernen durfte, der weiß, dass der Hobbygärtner nicht nur großes Geschick im Umgang mit Menschen und Zahlen hatte, sondern sich auch auf Pflanzen verstand. Zudem gehörte das Singen zu seinen Hobbys. Wolfang Back wurde am 5.8.1951 in Windheim geboren. Er wuchs mit vier Geschwistern auf und war schon früh in zahlreichen Vereinen aktiv. Nach seiner Lehre als Bankkaufmann arbeitete er in Münnerstadt, ehe er 2002 das erste Mal zum Bürgermeister gewählt wurde. Er war zwei Mal verheiratet und hatte insgesamt drei Kinder. Seinen ältesten Sohn verlor er 2009 im Alter von nur 20 Jahren.  Wolfgang Back erlag dem Krebs am 25.4.18. Wir trauern mit Wolfgangs Back Familie, seiner Tochter sowie seinem Sohn und seiner langjährigen Lebensgefährtin Brigitte Junge.

Seine Verdienste
um Bad Bocklet werden bleiben

Im September 2016 musste Wolfgang Back sein Bürgermeisteramt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen. Bis zuletzt hatte er jedoch seinen Sitz im Kreistag behalten. Noch zu Lebzeiten würdigte ihn die Gemeinde mit der Verleihung der goldenen Bürgermedaille für seine Dienste. Die Zeremonie beim Neujahrsempfang 2018 sollte einer von Wolfang Backs letzten öffentlichen Auftritten werden. Auch wenn er den Kampf gegen den Krebs im Alter von 66 Jahren verloren hat, wird er uns allen als leidenschaftlicher Amtsinhaber und Mensch in Erinnerung bleiben. Wir alle spürten, dass die Leitung der Gemeinde für ihn mehr war als ein Job – es war sein Leben. Seinem unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass das Gesundheitszentrum unbürokratisch und schnell umgesetzt werden konnte.  Wir haben höchsten Respekt vor seiner Lebensleistung für die Gemeinde Bocklet und schließen uns tief bewegt den zahlreichen Trauerbekundungen an, die davon zeugen, welch große Vorbildfunktion Wolfgang Back als Bürgermeister und Mensch hatte.

Der Firmenverbund auf Herbstwanderung

Mitarbeiterzufriedenheit ist oft nur ein Wort, doch bei uns wird sie gelebt. Wir wollen, dass unsere Mitarbeiter sich wohl fühlen, einander vertrauen und nicht nur auf das Wohl der Patienten, sondern auch aufeinander achten. Um das zu erreichen, organisieren wir regelmäßig Ausflüge, die uns als Gruppe näher zusammenbringen. Schließlich lassen sich gemeinsame Ziele am besten verfolgen, wenn der Einzelne an das große Ganze glaubt. Und was könnte besser den Gruppenzusammenhalt stärken als eine gemeinsame Aktivität in der frischen Luft? Passend dazu fand am 21.09.2017 die Herbstwanderung des Firmenverbunds statt. Die Rhön lockte an diesem Tag mit fantastischem Sonnenschein und viele Mitarbeiter waren gekommen, um zusammen den Kreuzberg zu erklimmen.

Wie die Wallfahrer auf den Kreuzberg

Über Stock und Stein ging es stetig bergauf. Doch die Anstrengung war kaum spürbar, waren wir doch abgelenkt durch die guten Gespräche untereinander. Diese privaten Momente, in denen wir uns besser kennenlernen, sind besonders wertvoll für uns als Mitarbeiterstab. Denn hier abseits von aller Arbeit konnten wir gemeinsam die Seele baumeln lassen. Schon von weitem konnten wir das Kloster Kreuzberg sehen, das mit Bier und gutem Essen lockte. Der sonnige Herbsttag ließ die bunten Blätter der Bäume strahlen und gut gerüstet mit Stöcken, Wanderschuhen und Windjacken, erreichten wir schließlich unser Ziel. Die zünftige Brotzeit schmeckte nach gelungenem Anstieg besonders gut. Gemeinsam genossen wir die fränkischen Spezialitäten und ließen den Ausflug in fröhlicher Runde ausklingen.

Zusammen können wir alles schaffen

Die kühle Jahreszeit hätte nicht besser starten können. Eine Wanderung wie diese zeigt uns immer wieder, was wir gemeinsam erreichen können, und gibt Kraft für neue Herausforderungen. In ungezwungener Atmosphäre können wir uns so näherkommen und bauen Verständnis für die Situation der Anderen auf. Das verbindet.  Ein solch schöner Tag in der Herbstsonne ist die beste Grundlage für ein harmonisches Miteinander.

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!

Kongress : Branche verträgt mehr Technik

Wo steht die Gesundheitsbranche in SachenDigitalisierung?

Es diskutierten Vertreter aus Pflege, Wirtschaft und Politik über Chancen, Potenzial und Vorbehalte.

Ein „enormes Potenzial“ biete die Digitalisierung für die Gesundheitsbranche, meint Bertram Brossardt, Chef der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw). Die vertritt 133 bayerische Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände und 41 Unternehmen aus verschiedensten Branchen, darunter auch der Gesundheitssektor. Ein paar Dutzend Verantwortliche hat der Hauptgeschäftsführer zum Diskutieren nach Bad Kissingen geladen. Was braucht es, damit die Ärzte, Apotheken, Pflegeeinrichtungen und Patienten in der digitalen Welt ankommen? Auf dem Podium sitzen vier Akteure, die versuchen, mehrere Antworten zu finden. Prof. Dr. Bernd Griewing ist Ärztlicher Direktor an der Neurologischen Klinik Bad Neustadt, die zum Rhön-Klinikum gehört. Der Arzt leitet die Abteilung für Akutneurologie, die Klinische Neurophysiologie und die überregionale „Stroke Unit“. Er hat Erfahrung damit, wie die Vernetzung im Ärztealltag funktionieren kann. Ob sie schon gelungen ist? Zumindest biete die Region die besten Voraussetzungen zum Testen, meint er: „Die Player sind überschaubar. Die Rhön ist ideal zum Ausprobieren. Hier kann man am ehesten solche Modelle etablieren.“ Solche Modelle wie sie Sebastian Dresbach, Geschäftsführung des Zentrums für Telemedizin Bad Kissingen (ZTM), im Portfolio hat. „Wir fragen uns: Wo können wir medizinische Dienstleister unterstützen?“, sagt Sebastian Dresbach und präsentiert Programme und Hilfsmittel, die beim Hausarzt, im Krankenhaus oder in der Pflege zum Einsatz kommen können. Eine Voraussetzung: die Akzeptanz. „Es bringt nichts, wenn eine 94-jährige Oma ein System zu Hause hat, das sie nicht bedienen kann oder will.“

Akzeptanz schaffen

„Wir haben es noch nicht geschafft zu vermitteln, welchen Vorteil der Einzelne davon hat“, sagt Bundesstaatssekretärin Dorothee Bär. Dabei hängt die Dynamik auch daran, dass jeder mitmacht und sich darauf einlässt. Stockt der „gesellschaftliche Transformationsprozess“? „Mit dem Wohlstandswachstum kann es schnell vorbei sein, wenn wir den Anschluss an die Digitalisierung verpassen“, meint die Abgeordnete. „Digitalisierung kann nicht von oben verordnet werden“, sagt Bertram Brossardt. Dennoch müsse die Politik entsprechende Grundlagen schaffen. Wie eine Infrastruktur, die der Entwicklung nicht hinterherhinkt – flächendeckendes, schnelles Netz. „Wir stehen gut da, sind aber noch nicht so schnell wie benötigt“, sagt Bertram Brossardt. Der Bedarf ist nicht wegzudiskutieren: „Wir brauchen viel mehr Technik, um uns zu entstressen“, sagt Pflegeunternehmer Michael Wehner.

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© Redaktion & Fotos : Carmen Schmitt

„Alle Zehne“ sind Trumpf

Die Mitarbeiter im Seniorenheim Rhönblick sorgen täglich für Kurzweil

Die typische Pflegeheim-Atmosphäre ist in der Senioreneinrichtung nicht erkennbar. Schließlich gilt das Heimversprechen: „Bei uns kommt keine Langeweile auf“. Damit das alles funktioniert, kümmert sich das Pflegeteam liebevoll und kompetent um jeden Heimbewohner. Im Hintergrund sorgen die Haustechniker für die tägliche technische Unterstützung, von der Beleuchtung über Warmwasser bis zum Transponder für Demenzkranke. Ohne ihre Arbeit liefe nichts rund.

 

Die Chefs zollen den Mitarbeitern Dank

Das Seniorenheim erfüllt seit der Eröffnung im Oktober 2015 alle Erwartungen an das Pflegekonzept und die technische Ausstattung. Dafür bedanken sich die Vorgesetzten beim gesamten Team mit einem Betriebsausflug ins „Kissinger Bowling Center“. Eine Mitarbeiterin kannte sich mit Bowling aus. Sie erzählte den anderen, dass es zehn „pins“ zum Abräumen gibt und nicht „alle Neune“ wie beim Kegeln. Das machte die Sache noch spannender.

 

 

Bowling mit Unterstützung der Haustechnik

Der „Tag des Jahres“ für den Bowling-Wettbewerb war der 04. Mai 2017. Besonders spannend war es für das Team der Haustechniker. Jetzt konnten die ihren Kolleginnen zeigen, wie angewandte Technik in der Praxis aussieht. Anschließend ging es rund, bis die Kräfte langsam nachgaben. Zum krönenden Tagesausklang gab es im Center noch ein tolles Abendessen mit Steaks, Pizzas, Burgern und mehr. Alle waren happy. Für den nächsten Tag hatten sie den Heimbewohnern viel Kurzweiliges zu erzählen.

 

Wiener Würstchen und Kniestrümpfe

Petra Popp ist seit September als gerontopsychiatrische Fachkraft im Pflegeheim „Rhönblick“ tätig. In den vergangenen Wochen hat sie viel mit den Bewohnern gebastelt, so auch den Christbaumschmuck. Hier hängt sie einen Apfel daran.

Der Weihnachtsbaum steht schon. Draußen auf der Terrasse, damit er nicht so schnell nadelt. Äpfel und Zapfen baumeln daran. Auch Sterne aus Papier, eingeschweißt in Folie, damit sie im Freien nicht aufweichen. Petra Popp hängt soeben noch einen Roten an. Dann holt sie die vorbereiteten Geschenkpäckchen und stellt sie unter den Baum. Zur Deko. „Den Christbaumschmuck haben wir selbst gebastelt“, erzählt die 60-Jährige. Auch die Dekorationen im Haus. Das Pflegeheim Rhönblick ist entsprechend weihnachtlich herausgeputzt.
Wochenlang hatte die gerontopsychiatrische Fachkraft einen Besprechungsraum belagert, ihn in eine Weihnachtswerkstatt verwandelt. „Schließlich geht das Basteln mit unseren Bewohnern nicht so schnell“, erklärt sie. Die meisten sind an Demenz erkrankt, können manche Arbeitsgänge nur noch schwer oder gar nicht erledigen. Dann sind Alternativen gefragt. „Die Sterne am Fenster haben wir gefaltet und nicht ausgeschnitten“, erklärt sie. Und so mancher Zapfen hängt halt andersherum am Baum. Aber das ist nicht wichtig. Das Fest und die Vorbereitungen darauf aber schon. Vor allem bei den 36 Senioren, die im Burkardrother Pflegeheim leben. „Sie haben zwar vergessen, mit wem sie jahrzehntelang verheiratet waren, aber Weihnachten nicht“, weiß Petra Popp.

Erinnerungen an früher

Weshalb, darüber kann die Altenpflegerin nur spekulieren. Denn erklären können es die Bewohner ihr nicht mehr. Die meisten stammen aus der Region, wurden christlich erzogen. Hinzu kommen die Erinnerungen an die Kindheit und auch die damit verbundenen Emotionen. Viele erzählen dann von früher, beispielsweise wie die Mutter Plätzchen gebacken hat. Entsprechend groß war die Freude bei den Bewohnern, als sie vor Kurzem selbst welche gebacken haben. Beeindruckend findet die Altenpflegerin auch, dass die ihr Anvertrauten trotz ihrer Demenz sämtliche Weihnachtslieder auswendig singen können. „Den Text dazu brauche meistens ich“, fügt sie mit einem Schmunzeln hinzu.


Besonders wichtig ist den Senioren der christliche Aspekt des Festes, die Geburt Jesu. Das haben die Pflegerin und ihre Kollegen bei den zahlreichen Gesprächen herausgefunden. Deshalb hat sie beim Burkardrother Pfarrer Stephan Hartmann angefragt, ob er am Heiligen Abend nicht einen Gottesdienst im „Rhönblick“ zelebrieren kann. Der Geistliche sagte zu. Um 10.30 Uhr wird die Andacht stattfinden. Auch Petra Popp ist dabei. Denn die Altenpflegerin wird eine Schicht am Heiligen Abend im Pflegeheim verbringen, ebenso am zweiten Weihnachtsfeiertag. Probleme, dass sie an den Festtagen arbeiten muss, hat sie, wie die Mehrheit ihrer Kollegen, nicht: „Ich bin es gewohnt, denn ich bin schon 20 Jahre in der Pflege tätig.“
Obwohl Weihnachten ist, wird sich am Tagesablauf in dem Burkardrother Pflegeheim nicht viel ändern. „Zuviel Trubel tut den Bewohnern nicht gut“, weiß die Altenpflegerin. Sie brauchen einerseits ihren gewohnten Rhythmus. Deshalb wurde die kleine Weihnachtsfeier auch schon letzte Woche veranstaltet, ganz gemütlich bei Kaffee und Kuchen. „Und die Familie Brehm aus Burkardroth war da und hat mit uns gesungen.“

Etwas festlicher darf’s sein

Andererseits darf der Tagesablauf für den einen oder anderen schon etwas festlicher sein. Schließlich seien die Senioren in einfachen Verhältnissen aufgewachsen und das Weihnachtsfest deshalb etwas ganz Besonderes für sie. „Die Frauen wissen beispielsweise, dass dann immer etwas Gutes auf den Tisch kommt“, schildert Popp. Der Blick auf den Speiseplan bestätigt das. Am Heiligen Abend gibt es für die Bewohner ganz klassisch Kartoffelsalat mit Wiener Würstchen zum Abendessen, dafür am nächsten Tag Sauerbraten.


Weihnachtsgeschenke hingegen sind bei den Bewohnern weniger gefragt. „Wir sind doch alte Leute, wir brauchen nichts, haben etliche gesagt“, erzählt die Altenpflegerin. Nur eine Frau habe gemeint, sie bräuchte mal ein Paar Kniestrümpfe, damit die Beine warm bleiben. „Also habe ich sie ihr mitgebracht“, so Popp. Dennoch weiß sie, dass alle Bewohner einen ganz großen Wunsch haben, besonders an Weihnachten: „Die Leute warten auf ihre Angehörige, wollen, dass die sich Zeit nehmen.“

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© Redaktion & Fotos : von KATHRIN KUPKA-HAHN

Sommerfest 2016 der Pflegedienste Saaleufer und Rhönblick

Wie wichtig ein harmonisches Arbeitsumfeld ist, das wissen unsere Mitarbeiter der Seniorenheime und der Tagespflege nur zu gut. Daneben kommen Spaß und Freude in der heutigen Zeit allzu oft zu kurz. Gerade deshalb feiert man bei uns auch immer wieder gerne Feste miteinander. Das stärkt zum einen den Zusammenhalt zwischen den Arbeitskräften selbst und führt zum anderen auch zu Freude und Motivation im Umgang mit den betreuten Menschen. So hat sich die Kultur des gemeinsam Feierns rund um die Seniorenheime Rhönblick und Saaleufer – inklusive Tagespflege – mittlerweile fest etabliert. Mit Begeisterung laden wir dazu auch Familienangehörige aller Altersklassen mit ein. In entspannter Atmosphäre wird dann miteinander gelacht, gut gegessen und gefeiert.

 

 

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Ein wunderschöner Tag

So ließen die Pflegedienste der Seniorenheime Saaleufer und Rhönblick zusammen mit der Tagespflege wieder ein gemeinsames Sommerfest steigen. Alle zwei Jahre ist es Brauch, auf diese Art miteinander zu feiern. Der 25.09.2016 war für die festliche Unternehmung mehr als nur geeignet. Die Sonne strahlte mit der guten Stimmung der Feiernden um die Wette. Selbstverständlich waren auch diesmal wieder die Partner und Kinder der Kollegen mit von der Partie. Auch einige Eltern von Azubis, Praktikanten und jüngeren Kolleginnen feierten begeistert mit. So hatten sie gleich die Möglichkeit, sich von unserer Teamarbeit ein gutes Bild zu machen.

 

 

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Weißwurst, Kanufahrten und mehr

Nach einem leckeren Weißwurstessen wurde die Fränkische Saale selbst sozusagen zum „Festplatz“: In mehreren Kanus konnte man nun auch seine sportliche Ader beweisen.
Am späteren Nachmittag gab es dann ein wunderbares Familienfest für Groß und Klein, Jung und Alt. Mit Hüpfburg und Festzelt war man ja auch wirklich gut dafür gerüstet.
Dieses Jahr konnte man zudem noch mit einer Besonderheit aufwarten: Die Prime Catering Company verwöhnte die anwesenden Familien mit exklusiven Hamburgern, Cheeseburgern und anderen feinen Köstlichkeiten.
Auf diese Art wurden unsere motivierten Mitarbeiter für ihren Einsatz belohnt und gewürdigt. Es war ein äußerst gelungenes Fest voller Wertschätzung und Freude, das allen Beteiligten sichtbar Spaß und Vergnügen bereitet hat. Sowohl unsere Mitarbeiter als auch ihre Eltern, Kinder und Partner haben sich fest vorgenommen, weiterhin solcherlei Feierlichkeiten miteinander zu begehen und die schöne gemeinsame Zeit ausführlich zu genießen.

 

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Was tun, wenn es im Seniorenheim brennt?

Was tun, wenn es brennt? Was tun, wenn ein Fettbrand in der Küche der Tagespflege außer Kontrolle gerät? Wenn die Betreuerin daraufhin ohnmächtig am Boden liegt, die zweite verletzt ist und 15 Pflegebedürftige – teils demente Senioren – gerettet werden müssen? Helfen und Feuer löschen, ist klar. Aber wie?
Zunächst ist wichtig, dass man in der Einrichtung als Team agiert, egal ob man in der Verwaltung arbeitet oder als Putzfrau. Damit das im Ernstfall auch klappt, müssen die Mitarbeiter/innen aller Abteilungen regelmäßig miteinander üben. So geschehen am vergangenen Samstag. Da trafen sich etwa 70 Mitarbeiter der Seniorenheime „Saaleufer“ Bad Bocklet und „Rhönblick“ Burkardroth sowie die Kollegen vom Wenoba Heimbeatmungsservice zu einem Übungsvormittag in Bad Bocklet. Mit von der Partie waren diesmal auch die beiden örtlichen Feuerwehren.


Mitarbeiter sensibilisieren

Während die Bad Bockleter Floriansjünger zum Abschluss des Vormittags den Ernstfall probten, beteiligten sich die Burkardrother am Schulungsprogramm. Das hatte Joachim Seitz als der für Arbeitssicherheit und Brandschutz zuständige Fachmann im Auftrag von Firmenchef Michael Wehner zusammengestellt. „Wir wollen unsere Mitarbeiter sensibilisieren, damit sie im ‚worst case‘ (deutsch: im schlimmsten Fall, Anm. d. Red.) richtig handeln und dabei auch ihren eigenen Schutz nicht vergessen“, sagte dieser. Zudem sei für ihn als Chef wichtig, im Anschluss zu reflektieren, was künftig noch besser laufen muss.
Doch zunächst stand am Samstagvormittag das Training im Vordergrund. Vier Stationen waren für die Mitarbeiter der verschiedenen Unternehmen der Wehner-Gruppe vorbereitet. An der ersten erklärte Haustechniker Adam Broll, wie Menschen in einem feststeckenden Fahrstuhl befreit werden können, und worauf die Kollegen dabei besonders achten müssen. „Das Ziel ist, die Personen innerhalb von 15 Minuten rausgeholt zu haben“, gab er ihnen mit auf den Weg. An der zweiten Station konnten die Mitarbeiter üben, wie eine bettlägerige Person mit Hilfe einer „Evakuierungsdecke“ gerettet wird. Dafür schlüpfte immer einer in die Rolle des Liegenden, der andere in die des Retters. Manch zierliche Frau hatte da schon ihre Probleme, den „Patienten“ aus dem Bett zu bekommen. Doch die Kollegen halfen.

 

 

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Wichtige Erfahrungen

„Es ist gar nicht so schwer“, stellte Ines Schmitt erleichtert fest. Sie ist Mitarbeiterin des Wenoba Heimbeatmungsservice und war das erste Mal bei einer Übung im benachbarten Seniorenheim dabei. Ganz neu waren für sie die Erklärungen des Haustechnikers am Fahrstuhl. „Es war wichtig zu sehen, wie kriege ich da jemanden heraus“, sagt sie. Aber auch die Abläufe der Evakuierung in der Pflegeeinrichtung seien interessant gewesen, wie was funktioniert.
An der nächsten Station erklärte Sicherheits- und Brandschutzfachmann Joachim Seitz, wie die neuen Brandschutzhauben verwendet werden. Diese helfen dem Retter dabei, jemanden aus einem verrauchten Raum zu holen. „Jedoch ist der Gebrauch nur einmalig. Nach jedem Einsatz müssen sie entsorgt werden“, sagte er.

 

 

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Übung am Feuerlöscher

Danach durften die Mitarbeiter der Wehner-Gruppe ein spezielles Modell für Übungszwecke auch selbst aufsetzen. „Es is ned schlimm“, schätzte Mitarbeiterin Birgit Metz die Situation ein. An der letzten Station zeigten Thomas Geis und Ariel Karwacki, die beiden Kommandanten der Burkardrother Wehr, den Gebrauch von Feuerlöschern. Wie bringt man die in Gang? Die Übungsteilnehmer durften die verschiedenen Modelle mit Wasser oder ABC-Löschpulver selbst ausprobieren, nicht zuletzt, um ihre Berührungsängste abzubauen.

„Je besser ein Laie damit umgehen kann, um so besser gelingt der erste Löschversuch, um so schneller ist die Gefahr gebannt“, so Karwacki.

Über das recht häufig spritzende Wasser freuten sich besonders die Blumenrabatten am Seniorenheim, über den weißen Nebel, der über den Parkplatz zog, einige Bewohner.

 

 

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Übung ohne/mit die Bewohner

Die beobachteten das Treiben der Feuerwehrmänner- und frauen sowie der Mitarbeiter der Wehner-Gruppe sicher vom Fenster aus. Auch von der anschließenden Evakuierungsübung blieben sie verschont. „Es würde sie nur unnötig aufregen“, erklärte Pflegedienstleiterin Luisa Wehner. Deshalb wurden für das Szenario kurzerhand einige Mitarbeiter zu Heimbewohnern ernannt. Deren Evakuierung klappte schließlich hervorragend, innerhalb weniger Minuten waren die Betreuten der Tagespflege gerettet und die Bad Bockleter Floriansjünger angerückt.

 

 

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Da standen zu viele rum

Sowohl der Brandschutzfachmann Joachim Seitz als auch Kreisbrandmeister Steffen Kiesel zeigten sich zufrieden damit und lobten den Einsatz. Nur Luisa Wehner war es nicht ganz. „Es waren einfach zu viele Statisten in dem Raum. Das hat mich verwirrt, denn ich wusste nicht, wer ist Pfleger, wer Zuschauer“, sagte sie bei der Manöverkritik. Deshalb werden bei der nächsten Übung, die schon in sechs Monaten im Seniorenheim in Burkardroth stattfinden wird, weniger Kollegen dabei sein, versprach schließlich Seitz. „Oder wir machen zwei Übungen hintereinander“, fügte die Pflegedienstleiterin hinzu